Rehabilitation sichert Lebensqualität und gleichberechtigte Teilhabe

Wie wertvoll Rehabilitation ist, zeigt sich in den unterschiedlichsten Lebenslagen. Wer nach schwerer Krankheit eine Rehabilitation erfolgreich meistert und den Sprung zurück in die Arbeitswelt schafft, gewinnt Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zurück. Und wem es als älterer Mensch gelingt, mit HSPD_Krankenhaus_06.09.jpegsilfe der Rehabilitation die Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder herauszuschieben, hat an Selbstständigkeit und Lebensqualität gewonnen.

Aber auch für die Gemeinschaft und das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht ist der Erhalt unserer Gesundheit und Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung. In einer älter werdenden Gesellschaft werden wir mehr denn je eine gute medizinische Versorgung von der Prävention bis zur Rehabilitation brauchen, damit Beschäftigte ihren Arbeitsplatz behalten können und ältere Menschen solange wie möglich selbstständig oder trotz Pflegebedarf im vertrauten häuslichen Umfeld zurechtkommen.

In meiner Fraktion setze ich mich als Berichterstatterin für die Stärkung und den Ausbau der medizinischen wie auch geriatrischen Rehabilitation ein. Und einiges haben wir in dieser Legislaturperiode schon auf den Weg gebracht. So wurde 2014 mit der Rentenreform der so genannte „Reha-Deckel“ angehoben. Seitdem stehen jährlich wesentlich mehr Mittel für Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung. Außerdem haben wir das Wunsch- und Wahlrecht für die Betroffenen verbessert und sichergestellt, dass ambulante Rehabilitationsleistungen auch mobile Dienste einschließen. Dieses aufsuchende Rehabilitationsangebot kommt insbesondere den Menschen entgegen, die lieber zuhause bleiben möchten oder jene, die sich nur schwer in fremder Umgebung zurechtfinden. Darüber hinaus haben wir das Entlassmanagement neu geregelt, um nach einem Krankenhausaufenthalt einen lückenlosen Übergang in die ambulante Versorgung sicher zu stellen.

Leider wird die Rehabilitation zur Vorbeugung oder Vermeidung von Pflegebedürftigkeit viel zu selten in Anspruch genommen. Hier ist es wichtig, die Achtsamkeit der Hausärzte zu stärken und den Weg in eine ambulante oder stationäre Rehabilitation zu vereinfachen. Auch könnte ein besseres Zusammenspiel der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) und der Kranken- sowie Pflegekassen an dieser Stelle helfen, den Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen zu erleichtern und die Inanspruchnahme zu erhöhen. Daher wird es zukünftig ein bundesweit einheitliches Verfahren zur Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs geben und der MDK wird verpflichtet, dieses bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit anzuwenden.