Baehrens: Gesundheitsschutz hat Vorrang

Anlässlich der Verhandlungen zum Abschlussdokument des anstehenden Welt-Tuberkulose-Gipfels mahnt die Vorsitzende des Unterausschusses Globale Gesundheit Heike Baehrens, den bezahlbaren Zugang sowie die Verfügbarkeit von Medikamenten und Diagnostika sicherzustellen.

Ärmere Länder haben die Möglichkeit, in Notsituationen den Patentschutz für teure Arz­neimittel durch Lizenzen für Nachahmer-Präparate (sog. Generika) zu umgehen. Diese Schutzklauseln sollen nun offenbar auf Druck der US-Regierung bedeutend geschwächt oder gestrichen werden. Heike Baehrens mahnt, den Zugang zu lebensrettenden Medika­menten für die Ärmsten nicht zu verwehren.

Tuberkulose ist bereits heute die weltweit tödlichste Infektionskrankheit und auf Grund zunehmender Resistenzen immer schwerer zu behandeln. Sie betrifft vor allem Men­schen in ärmeren Ländern, die sich oft eine lebensnotwendige Behandlung nicht leisten können. „Nun von den gemeinsam vereinbarten Schutzklauseln abzuweichen, ist anges­ichts dieser Herausforderungen nicht nur kurzsichtig, sondern menschenverachtend. Die Bekämpfung von Infektionskrankheiten liegt in unser aller Interesse“, erinnert Baehrens, „Gesundheit ist ein Menschenrecht und Voraussetzung für die soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklung eines Landes, für Stabilität und Frieden.“

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