„Es ist Zeit für einen Masterplan“

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege weist die Göppinger Abgeordnete und Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Heike Baehrens, auf die Herausforderungen in der Pflege hin und ruft zu einem Zusammenwirken aller beteiligter Akteure auf.

 Am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Er erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale, die als Pionierin die moderne Krankenpflege begründete.

„Wir brauchen einen richtigen Aufbruch in der Pflege“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, die gerade zur Pflegebeauftragten ihrer Fraktion berufen wurde. „Es reicht nicht mehr, nur an einzelnen Stellschrauben zu drehen – die notwendigen Einzelmaßnahmen müssen zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden. Es braucht eine neue Verantwortungsgemeinschaft: Alle an der Pflege beteiligten Akteure der verschiedenen politischen Ebenen müssen zusammenwirken“, erläutert Heike Baehrens. „Nur so können wir die Qualität der Pflege und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte nachhaltig verbessern.“

„Das Sofortprogramm mit 8.000 neuen Fachkraftstellen für die Pflegeheime ist angesichts des leergefegten Arbeitsmarktes ein realistischer erster Schritt. Ihm müssen aber unbedingt weitere Schritte folgen, die mit langem Atem umgesetzt werden“, so Heike Baehrens weiter.

Alle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Pflege werden Geld kosten. Im heutigen System mit festen Zuschüssen der Pflegeversicherung tragen die Pflegebedürftigen jede Kostensteigerung selbst. „Die Pflegebedürftigen dürfen finanziell nicht noch weiter belastet werden“, betont Heike Baehrens, „daher ist es gut, dass die 8.000 neuen Fachkraftstellen im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungspflege in Pflegeheimen von der Krankenkasse bezahlt werden.“

Die Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion plädiert dafür, zukünftig die medizinische Behandlungspflege in Pflegeheimen in vollem Umfang aus den Mitteln der Krankenversicherung zu bezahlen. „Ärztlich verordnete Leistungen wie Wundversorgung, Sekretabsaugen und andere müssen wie in der häuslichen Versorgung auch in Pflegeheimen vollständig von der Krankenversicherung getragen werden. Wenn dieser Konstruktionsfehler der Pflegeversicherung geheilt wird, können gleichzeitig die Qualität in der pflegerischen Versorgung in Heimen und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessert werden“, erläutert Heike Baehrens. „Dafür werde ich mich bei den weiteren Verhandlungen starkmachen.“

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