Baehrens und Binder fordern zügigen Umbau des Geislinger Bahnhofs

Der Weg zu mehr Barrierefreiheit am Geislinger Bahnhof droht wieder steiniger zu werden, da laut Auskunft von Vertretern der Deutschen Bahn, vom Eisenbahnbundesamt nun doch ein Planfeststellungsverfahren für nötig erachtet wird. Die Bahn war bisher von einem deutlich kürzeren Plangenehmigungsverfahren ausgegangen, aber durch die Lage in einem Wohngebiet und da die Bauarbeiten im laufenden Betrieb erfolgen und daher vor allem auch nachts gearbeitet werden muss, seien die Anforderungen nun doch höher. Statt 2020 soll nun erst deutlich später der Bau von zwei Aufzügen fertiggestellt werden. Die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens und ihr Landtagskollege und Geislinger Stadtrat Sascha Binder (beide SPD) wollen dies jedoch nicht einfach so hinnehmen und setzen sich in drei Schreiben dafür ein, doch noch einen Weg für einen zügigeren Umbau zu prüfen.

Baehrens hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in die Verantwortung genommen und ihn aufgefordert beim Eisenbahnbundesamt auf eine Beschleunigung des Verfahrens zu drängen. „Es kann ja nicht sein, dass dem Eisenbahnbundesamt erst jetzt auffällt, dass der Geislinger Bahnhof innerstädtisch liegt und deshalb ein Planfeststellungsverfahren notwendig sei.“ Die Geislinger haben nun lange genug für einen barrierefreien Bahnhof gekämpft und haben nun zu Recht kein Verständnis mehr für die lange Dauer der Umsetzung, ist Baehrens überzeugt. „Auch die Stadt ist der Bahn bereits kräftig entgegengekommen. Bahn und Eisenbahnbundesamt sind nun in der Pflicht, Wege aufzuzeigen wie die beiden Aufzüge schneller gebaut werden können“, fordert Baehrens. Binder hat sich in seinen Briefen an den Regierungspräsidenten Weimer und den Konzernbevollmächtigen der Deutschen Bahn gewandt und beide aufgefordert in Ihrem Einflussbereich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die bisher für 2020 anvisierte Fertigstellung der beiden Gleiszugänge per Aufzug doch noch möglich wird. „Nachdem wir Ende 2014 eine Einigung zwischen allen Beteiligten in Sachen Vorplanung erzielt haben und diese 2016 abgeschlossen waren und dann auch die finanzielle Beteiligung der Stadt geklärt war, bin ich davon ausgegangen, dass auch die Bahn ihren Teil dazu beiträgt, dass die Barrierefreiheit des Geislinger Bahnhofs zügig voran kommt. Seitdem hört man allerdings immer nur von Verzögerungen und gerade die jetzt angekündigte weitere Verschiebung der Fertigstellung wirft einige Fragen auf.“, erklärt Binder. Sowohl die angeführten Gründe für das nun wohl nötige Planfeststellungsverfahren, als auch die Tatsache, dass diese angeblich erst jetzt bekannt geworden sind, erstaunen ihn, in Anbetracht der Tatsache, dass andernorts schon zahlreiche Bahnhofsmodernisierungen erfolgreich durchgeführt worden sind. „Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier die Verantwortung für eigene Versäumnisse und Verzögerungen auf Vorschriften abgewälzt werden soll. Ich hoffe, dass die von uns angeschriebenen Stellen nicht nur diesen Eindruck entkräften, sondern auch für eine zügige Umsetzung der geplanten Maßnahmen sorgen“, so Binder abschließend.

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