Projekt „Technolino“ soll Interesse an Technik fördern

Neue Württembergische Zeitung | KRISTINA BETZ |

Das Kinderhaus Stiftung Wieseneck blickt auf ein Jahr „Technolino“ zurück. Das von Unternehmen unterstützte Projekt fördert das Interesse von Kindergartenkindern an Technik und Naturwissenschaften.

Acht kleine Forscher stehen mit weißen Kitteln und Schutzbrillen auf der Bühne und pusten mit Strohhalmen in eine Wanne voll Wasser und Spülmittel. Das „Zauberexperiment“ ist Teil des Projekts Technolino, das im Rahmen einer Prädikatsverleihung am Dienstag vorgestellt wurde. Beim Experiment auf der Bühne entstehen durch das Pusten viele Blasen, die im Licht funkeln und glitzern: „Das war der absolute Renner bei den Kindern“, bemerkt Kinderhausleiterin Elke Karaus-Lein.

Die „schlauen Füchse“ übergaben bei der Prädikatsverleihung ihre Forscherkluft an den neuen Jahrgang, der nun in die Technolino-Zeit startet. Foto: Staufenpress

Die „schlauen Füchse“, wie die Kinder, die im Rahmen des Projekts forschen und entdecken, genannt werden, sind tatsächlich mit Feuereifer dabei: „Mir hat am besten gefallen: Mink Bürsten“, sagt ein kleiner Forscher ins Mikro. „Da arbeit‘ ich mal“, habe er den Erziehern anvertraut, verrät Karaus-Lein. Mink Bürsten war die „ganz besonders tolle“ Firma, die das Kinderhaus als langfristigen Bildungspartner gewinnen konnte. Initiiert wurde das Projekt von Südwestmetall, die sich mittlerweile gemeinsam mit der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ für frühkindliche Bildung im Bereich Technik und Naturwissenschaften einsetzen. Auch die Bundestagsabgeordnete für den Kreis Göppingen, Heike Baehrens, kam zur Prädikatsverleihung und betonte, dass es wichtig sei, technisches Interesse schon früh zu fördern. Im gleichen Zug sprach sie den Fachkräftemangel an, der motivierte junge Leute für die Zukunft erfordere.

Im Zuge des Projekts durften die Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren nicht nur zahlreiche Forschungsexperimente machen, sondern auch auf Firmenbesuchen Betriebe hautnah erleben. Neben einem Besuch der „Sprudelfabrik“ Aqua Römer standen auch Besuche der Hochschule Göppingen und eine Besichtigung der Firma Mink Bürsten auf dem Programm. Dort bekamen die Kinder die Möglichkeit, Produktionsprozesse, Mitarbeiter und Maschinen in Aktion zu erleben.

„Meine Tochter war vor allem vom Besuch in den Firmen beeindruckt. Wer darf schon mal als Kind in eine Firma gucken? Aber auch die Forschersachen fand sie ganz toll. Vor allem die Salzkristalle und das Wasserfärben hat ihr Spaß gemacht“, berichtet Nicole Wolf, deren Tochter Rahel beim Projekt dabei war. Auch Andrea Röhling ist Mutter eines „schlauen Fuchses“. Sie zeigt sich begeistert vom Engagement des Kindergartens und der Firmen: „Es hat den Kindern viel Spaß gemacht. Wir forschen jetzt auch zuhause mehr. Das Projekt hat schon das Interesse geweckt.“ Schließlich wurde dem Kinderhaus Wieseneck das Prädikat „Technikfreundlicher Kindergarten“ verliehen. Die Leiterin des Kinderhauses lobte das große Engagement der Firma Mink Bürsten, die mit ihren Azubis, Spenden und viel Offenheit den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt hätte. Denn, dass das Projekt weiter gehe, stehe schon fest. Und so starten nun die neuen schlauen Füchse voller Forscherdrang in ihre Technolino-Zeit.

Zum Artikel auf swp.de

Tags: , , , ,

Abonnements

Abonnieren Sie unseren Newsfeed.