Bedürfnisse realisieren und Angebote generieren

Joachim Abel | FILSTALEXPRESS | 21.11.2014

Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD) besuchte das Kuchener Unternehmen „Mobile Hilfe“, einen der führenden Anbieter mobiler Pflege älterer Menschen

Auf Einladung des Bundes der Dienstleistungswirtschaft besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens in der Gemeinde Kuchen das Unternehmen „Mobile Hilfe“. Die GmbH mit vier Gesellschaftern betreibt in der Filsgemeinde einen Pflegedienst für ältere Menschen und beschäftigt rund 80 Mitarbeiter, darunter 15 Auszubildende in der Altenpflege und eine freigestellte Mentorin für derzeit sechs Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD).

In einem einstündigen Meinungsaustausch mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Günter Berier und dem Landesgeschäftsführer des BDF (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.), Stefan Kraft, wurden vor allem Bereiche der Pflegeversicherung, der Pflegestandards sowie der geplanten Neuorganisatin der Pflegeausbildung angesprochen.

Besonders bei der geplanten Änderung der Ausbildung hin zur generalistischen, vorzugsweise schulisch-akademischen Ausbildung signalisierte Baehrens ihre Unterstützung. Das duale deutsche Ausbildungssystem gilt heute Vorbild für viele andere Staaten. „Warum sollen gerade wir dieses System jetzt aufgeben?“, fragte Berier die Ministerin, „die Wertigkeit der Altenpflege als eigenständiger Beruf mit Perspektive muss erhalten bleiben“.

Nach dem Meinungsaustausch nahm sich Heike Baehrens die Zeit, bei einem Rundgang durch die Räume des Pflegedienstes, der am Standort auch eine Tagespflegeeinrichtung mit 15 solitären Plätzen sowie eine Podologische Praxis betreibt, mit einigen Besuchern der Tagespflegeeinrichtung ins Gespräch zu kommen. Hierbei lobte Baehrens vor allem das reichhaltige Betätigungsangebot, das die BetreuerInnen den älteren Menschen anbieten. Heike Baehrens konnte sich so  in geselliger Runde in das Singen von alten Volksliedern einbringen.

Der Einblick in die konkrete Praxis ist für Baehrens unendlich wichtig für ihre politische Arbeit. Zusammen mit ihrem beruflichen Hintergrund als Mitarbeiterin der Landesdiakonie macht dies sie zu einer geachteten Gesprächspartnerin der Abgeordnetenkollegen und Minister mit einem entsprechenden Einfluss auf deren Entscheidungen.

„Es ist gut, dass das Gespräch so stattgefunden hat“, so Baehrens zum Abschluss, „ich konnte zwei bis drei Probleme aufnehmen, die ich so in laufende Gesetzesverhandlungen einbringen kann“. „Dabei“, so Baehrens weiter, „kann man mit Beispielen aus der Praxis überzeugender argumentieren als mit theoretischen Beispielen“. Die Gesellschafter und Mitarbeiter der „Mobilen Hilfe“ lobte sie als Menschen, die Bedürfnisse realisieren und Angebote generieren. Dies mache sie zu einem der größten inhabergeführten Pflegedienstleister in Baden-Württemberg.

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